Mit Giorgia auf dem Monte Castello
15 Dezember 2026

Eine Wanderung mit Dino Campana durch den Apennin

15 Dezember 2026


Es ist der 12.09.2026. Diesmal stehe ich mit meinem Rucksack am Gleis 13 des Karlsruher Hauptbahnhofs und warte auf den RE2 (4713), der mich nach Offenburg bringen soll. Wenn alles gut läuft, werde ich dort gegen 8:00 Uhr in den RB26 (17109) nach Freiburg umsteigen und gegen Mittag auf dem Feldberggipfel sein (…)
Es ist kurz vor halb elf Uhr morgens. Ich stehe vor dem Acherner Busbahnhof und halte Ausschau nach einem Bus. Ganz hinten steht schon einer. Ich laufe schnell hin. Als ich ihn erreiche, klopfe ich vorsichtig ans Seitenfenster.
Der Busfahrer sitzt, auf das Lenkrad gestützt und hört Radio. Da man inzwischen immer seltener auf einheimische Busfahrer stößt, frage ich ganz höflich auf Hochdeutsch, wo der Bus nach Oberkirch hält. Kaum habe ich meinen Satz ausgesprochen, antwortet der Mann mit einem kurzen: „Ich.“
Verdutzt, wie ich bin, bedanke ich mich und steige ein. Ich glaube, der Busfahrer hat mir meine Überraschung angemerkt. Einen Augenblick überlege ich, ob ich etwas sagen soll. Dann lasse ich es.
Noch bevor die Sonne hinter dem Mahlberg hervorkommt und ihre Strahlen in das Waldprechtstal wirft, will ich in Waldprechtsweier sein. Ich stehe am Albtalbahnhof von Karlsruhe und warte auf die Bahn, die mich in wenigen Minuten nach Ettlingen bringen soll. Genauer gesagt zur Haltestelle Erbprinz, wo ich in den Bus 104 umsteige und nach Waldprechtsweier weiterfahre. Bis hierher funktioniert der öffentliche Nahverkehr genauso, wie es im Fahrplan des KVV steht. Der Bus, der mich nach Waldprechtsweier bringen soll, hält direkt um die Ecke, an der Rastatter Straße 8–10. Bis er vorfährt, sind noch ein paar Minuten Zeit. Ich nutze die Gelegenheit und schaue mir das Eckhaus etwas näher an, laufe das Trottoir hinauf bis zum Bahnübergang.
Oggi è il 12 dicembre 2025. È tempo di andare a trovare zia Santa e zio Mauro, sepolti nel cimitero di San Lorenzo. Io e Giorgia andiamo a Baldignano. Da Lama prendiamo l’autobus, passando per Pieve Santo Stefano, fino alla fermata Baldignano Bivio. Da lì comincia la nostra camminata attraverso il paesaggio invernale del Lago di Montedoglio.
Ich stehe mitten auf der Brücke und blicke auf die Murg. An diesem Morgen präsentiert sich Gernsbach in all seiner Schönheit wie auf einer alten Postkarte aus der Kaiserzeit. In meinen Kopfhörern erklingt Francesco De Masis „Diamond Bossa Nova“, getragen von der himmlischen Stimme Edda Dell’Orsos: Deba – deba – daa … Schon jetzt weiß ich, was mich erwartet: ein langer, beinahe ununterbrochener Aufstieg aus dem Murgtal hinauf zur Roten Lache, weiter über den Eierkuchenberg und den Badener Sattel bis zum Sand. Ich gehe aufs Ganze, im Wissen, daß es von einem bestimmten Punkt an kein Zurück mehr gibt.
„Ich wohnete auf einem hohen Gebirg, die Moos genannt, so ein Stück vom Schwarzwald und überall mit einem finstern Tannenwald überwachsen ist;